
Führen in der Krise: So geht gesunder Optimismus
Krisen gehören zum Geschäft wie schweres Wetter zur See. Aber was, wenn der Sturm länger dauert? 3 Impulse für starke Führung in der Krise.
Ich bin 2020 eingestiegen und aktuell als Consultant im Projektmanagement tätig.
Vor allem, dass wir bei sehr namhaften Unternehmen im Einsatz sind und dort abwechslungsreiche Projekte umsetzen. Ich bin in meiner Zeit hier schon gut rumgekommen und habe verschiedene Branchen kennengelernt: Energie, Immobilien, Venture Capital zum Beispiel. Auch die Projektinhalte sind vielseitig und reichen von Nachhaltigkeitsstrategien über Change Management bis hin zur IT-Sicherheit. Ich lerne jeden Tag sehr viel. Dazu kommt die Zusammenarbeit im Team, das eine sehr angenehme Größe hat. Man kennt jeden gut, sowohl beruflich als auch privat. Wir haben alle eine ähnliche Wellenlänge, aber jeder hat auch seinen eigenen Ansatz, an Themen heranzugehen. Das ist ein sehr inspirierendes Umfeld.
Das war ein besonderes Highlight. Ich habe mir im Frühjahr 2022 eine Auszeit genommen und bin drei Monate durch Australien, Nepal und Thailand gereist. Das war ein langgehegter Wunsch, den ich wegen Corona erst nicht verwirklichen konnte. Wir haben dann im Team eine Lösung gefunden und die Reise zwischen zwei Projekten geplant.
Unglaublich viel. Ich habe alle vier Tage den Ort gewechselt. Zum Beispiel habe ich am Great Barrier Reef meinen ersten Tauchgang absolviert und dabei die buntesten Korallen gesehen, die man sich vorstellen kann. Ich bin zum Basecamp des Mount Everest gewandert, das auf über 5.000 Metern Höhe liegt. Die Strände in Thailand sind das Paradies, da habe ich auf dem Rückweg meine Akkus wieder aufgefüllt. Für den Kopf ist so eine Reise einerseits eine Reizüberflutung, andererseits ist sie trotzdem erholsam. Man kann sich treiben lassen ohne festes Ziel, Leute aus aller Welt kennenlernen. So ein Abenteuer gibt einem unheimlich viel zurück.
Mein aktuelles Projekt befasst sich mit dem Thema Venture Capital. Konkret unterstützen wir den Kunden dabei, potenzielle Investoren für einen Fonds zu finden, der den Fokus auf Green Energy legt. Dieses Thema finde ich auch privat sehr interessant.
Blick zurück: Kai auf seiner Australienreise im Frühjahr 2022
Aus meiner persönlichen Erfahrung wäre das eine hybride Form der Zusammenarbeit. Virtuelle Formate haben sich während der Coronazeit gut etabliert. Menschen sind aber soziale Wesen und sollten sich auch persönlich begegnen. Ein Mix funktioniert aus meiner Sicht am besten: persönliche Begegnungen zur Stärkung des Teamgeists, gleichzeitig das angenehme mobile Arbeiten. Ich arbeite momentan selbst überwiegend im Home Office.
Mein früherer Traumjob war Pilot. Als ich mit der Schule fertig war, gab es leider einen Einstellungsstopp bei der Fluggesellschaft, bei der ich mich bewerben wollte. Als es wieder möglich war, hatte ich mein Bachelor-Studium schon fast abgeschlossen und wollte nicht kurz vor dem Ende abbrechen. Im Studium an der RWTH Aachen war ich bei der studentischen Unternehmensberatung aixsolution aktiv. Das war eine spannende Phase, in der wir für Kunden aus der Industrie reale Projekte umgesetzt haben. So hat sich mein Interesse am Consulting entwickelt. Ich wollte immer einen Job machen, der mir viele Optionen eröffnet und bei dem ich über den Tellerrand schauen kann. Das Schlimmste wäre für mich, in einen Trott zu verfallen. Die ständigen neuen Herausforderungen im Beraterberuf finde ich sehr reizvoll.
Consulting bietet euch die Möglichkeit, euch mit verschiedenen Themen aus verschiedenen Bereichen auseinanderzusetzen. Wenn ihr dafür offen seid, lernt ihr am meisten. Gerade am Anfang ist das eine sehr intensive Zeit, die ihr auch nutzen solltet. Seid offen für neue Themen und geht motiviert an Herausforderungen heran.
Wie schon erwähnt ist das Reisen meine Leidenschaft. Aber auch im Alltag bin ich lieber mit Freunden und Familie unterwegs, als vor Netflix zu sitzen. Ich spiele gerne Tennis oder probiere neue Sportarten aus. In letzter Zeit zum Beispiel Squash und Bouldern.
Thailand 2017: Hungrige Äffchen verpflegen sich bei Kai am Tiger Cave Temple im Süden des Landes
Dünne Luft, gute Laune: Kai auf dem Weg zum Everest Basislager im Himalaya
In Nepal hatte ich abends viel Zeit zu lesen. Passend zum Ort habe ich „Into Thin Air“ von Jon Krakauer gelesen. Der Autor ist selbst Bergsteiger und berichtet von einem Unglück am Mount Everest im Jahr 1996, bei dem mehrere Menschen ums Leben kamen. Nichts für schwache Nerven, aber ein tolles Buch.
Den Reiz am Leben macht für mich aus, die Welt in möglichst vielen Facetten zu entdecken, nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause. Dass es immer aufregend bleibt. Dass man neugierig bleibt.
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Er vermittelte Zuversicht in verzweifelter Lage: Der britische Polarforscher Ernest Shackleton überstand mit seinem Team einen zweijährigen Überlebenskampf im Südpolarmeer. Was können Führungskräfte in Krisenzeiten von ihm lernen?
Silke Grosse-Hornke war zu Gast bei „Turned around“, dem Podcast für Transformation und Turnaround-Management. Thema: Dynamic Shared Ownership, kurz DSO. Wird traditionelle Führung dadurch zum Auslaufmodell?
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