
Führen in der Krise: So geht gesunder Optimismus
Krisen gehören zum Geschäft wie schweres Wetter zur See. Aber was, wenn der Sturm länger dauert? 3 Impulse für starke Führung in der Krise.
Ich wurde über Xing von Matthias Hornke angeschrieben. Das hat mich beeindruckt, dass sich ein Partner direkt bei mir meldet. Ich war damals bei einer größeren Consultingfirma, die über 200.000 Mitarbeiter hat. Da fühlte ich mich als kleines Licht. grosse-hornke hat mir da besser gefallen, mit einer flachen Hierarchie und mit der Perspektive auf schnelle Verantwortung.
Als Senior Consultant manage ich IT-Projekte, aktuell in einem Pharmakonzern. Ich habe aber auch schon im Finanz- und Versicherungssektor gearbeitet. Überwiegend bin ich als Business Analyst gefragt, das heißt: Ich unterstütze an der Schnittstelle zwischen Business und IT. Im Team sind wir zum Beispiel viel mit Anforderungsmanagement beschäftigt, also damit, welche Funktionen ein neues IT-System aus Sicht der Geschäftsbereiche erfüllen soll, was davon umgesetzt werden kann, und wie. Da ist viel Kommunikation notwendig. Ein zweites großes Thema ist das Testen der Software. Wir entwickeln komplexe Produkte und daher stimmen wir mit unseren Kunden auch eine umfangreiche Teststrategie ab.
Ski-Fan Marcel zieht es jeden Winter in die Alpen
Der ständige Lernprozess. Kein Tag gleicht dem anderen, man hat täglich neue Herausforderungen. Ich möchte unterschiedliche Unternehmen und Kulturen kennenlernen und diese Möglichkeit habe ich hier. Dadurch bekommt man eine gewisse Weitsicht auf die Dinge, und je mehr man sieht, desto wertvoller ist das für die Zukunft.
Die Mitarbeiter sind ein großer Faktor, auch wegen der Altersstruktur in Deutschland. Je älter die Leute sind, desto schwieriger ist es in der Regel, sie für IT-Entwicklungen zu begeistern. Es gibt immer noch Prozesse mit physischen Dokumenten, davon muss man wegkommen. Auch der Innovationgeist könnte größer sein, zum Beispiel mit Blick auf neuere Geschäftsmodelle wie Servitization: Unternehmen bieten ihre Produkte nicht mehr zum Kauf an, sondern verkaufen deren Nutzung, verbunden mit bestimmten Services. Sie verbessern somit die Customer Experience und festigen die Beziehung zu ihren Kunden.
Ich glaube, ich wollte alles werden: erst Profifußballer, dann Polizist, dann Pilot, gefühlt jede Woche ein anderer Job. Im Verlauf der Schulzeit fand ich Physik und Technik immer interessanter.
Ich wollte zuerst Maschinenbau studieren, dachte dann aber: Ich kann der beste Maschinenbauer sein – wenn ich von Wirtschaft nichts verstehe, nützt mir das wenig. Also habe ich Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Maschinenbau studiert und mich im Masterstudium auf angewandte Informatik spezialisiert. Das fiel mir leichter und hat mir auch mehr Spaß gemacht. Softwareentwicklung war für mich dynamischer und spannender als der gute alte Maschinenbau. Davon profitiere ich heute natürlich, zum Beispiel in der Kommunikation mit den Entwicklern und Testern.
Zu Beginn ist die Beratungsbranche überwältigend. So viele neue Eindrücke, diese Geschwindigkeit. Gute Fragen zu stellen ist meiner Meinung nach das Herzstück der Arbeit. Was der Kunde genau möchte, welche Probleme er hat. Natürlich sollte man nicht mit Fragen nerven, die man leicht selbst herausfinden kann, zum Beispiel mit einer Recherche im Intranet. Aber mir fällt immer wieder auf, wie wichtig das ist: Im Meeting den Mund aufzumachen und clevere Fragen zu stellen.
Sport steht ganz weit oben. Zwei- bis viermal die Woche trainiere ich im Fitnessstudio, und dazu gehe ich regelmäßig laufen. Als leidenschaftlicher Skifahrer muss ich jeden Winter in die Berge, dann fahre ich mit Freunden ins Allgäu, nach Österreich oder in die Schweiz. Vor ein paar Wochen habe ich ein altes Hobby wiederbelebt: Ich stamme aus dem Saarland, da ist der Karneval ein großes Ding. Im November hat meine frühere Showtanzgruppe ihr 66. Jubiläum gefeiert. Aus dem Anlass haben wir uns noch einmal zusammengetan und ein Best-of aus verschiedenen Tänzen aufgeführt. Das war lustig, aber eigentlich ist das nicht mehr mein Hobby, es nimmt einfach zu viel Zeit in Anspruch.
Showtime: Marcel als Cowboy (Mitte links) in seiner Karnevals-Tanzgruppe
Zuckerhut und Ipanema: 2018 erkundete Marcel Rio de Janeiro
Da fällt mir Steven Hawkings „Eine kurze Geschichte der Zeit“ ein. Auch wenn das Buch schon über 30 Jahre alt ist: String Theorie, Zeitreisen, Schwarze Löcher, das ist alles sehr anschaulich geschrieben und immer noch up to date. Wer sich ansatzweise für Physik interessiert, sollte es zur Hand nehmen. Was ich auch sehr empfehlen kann, ist Alfred Adlers Buch „Wozu leben wir?“ Adler war Begründer der Individualpsychologie und überzeugt davon: Das Seelenleben wird nicht nur durch die Kindheit geprägt. Man hat die Möglichkeit, sein Leben durch eigene Entscheidungen zu ändern.
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Er vermittelte Zuversicht in verzweifelter Lage: Der britische Polarforscher Ernest Shackleton überstand mit seinem Team einen zweijährigen Überlebenskampf im Südpolarmeer. Was können Führungskräfte in Krisenzeiten von ihm lernen?
Silke Grosse-Hornke war zu Gast bei „Turned around“, dem Podcast für Transformation und Turnaround-Management. Thema: Dynamic Shared Ownership, kurz DSO. Wird traditionelle Führung dadurch zum Auslaufmodell?
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